i-SiNUS Internatonal Sinus Institute

Chronische Rhinosinusitis

Von einer chronischen Rhinosinusitis spricht man, wenn mindestens 2 der sogenannten Hauptsymptome (behinderte Nasenatmung, vermehrte Nasensekretion, Geruchsminderung, Kopfdruck) über mindestens 3 Monate bestehen und gleichzeitig ein auffälliger Befund bei der Endoskopie der Nase (Schleimhautschwelung, Polypen, Sekretstraßen) und/oder eine vermehrte Verschattung im CT/DVT der Nasennebenhöhlen vorliegt.

Nach neuesten Untersuchungen leiden in Deutschland 11% der Menschen an einer chronischen Entzündung der Nasennebenhöhlen. Eine chronische Entzündung mit Nasenpolypen kommt in 1-4% vor.

Unter dem Begriff Chronische Rhinosinusitis (abgekürzt CRS) verstecken sich mehrere, voneinander zu trennende Erkrankungsformen, die zum Teil mit Asthma oder einer Schmerzmittel-Unverträglichkeit assoziiert sind.
Derzeit werden zwei Gruppen unterschieden, CRS mit und ohne Nasenpolypen, die sich nicht nur endoskopisch, sondern auch feingeweblich und im Profil der vorherrschenden Entzündungsmuster unterscheiden.

Der diffusen CRS des Erwachsenen liegen wahrscheinlich im Einzelnen noch nicht ausreichend definierte, individuelle immunologische Fehlreaktionen der Schleimhaut zugrunde.
Diese werden möglicherweise induziert durch banale Mikroorganismen, wie z. B. Staphylokokken, Superantigene oder Pilze.
Früher wurden Veränderungen der Anatomie mit sekundärer Behinderung von Ventilation und drainageabhängiger Nebenhöhlen eine große Bedeutung zugewiesen, diese Faktoren spielen zumindest für die diffuse CRS keine wesentliche Rolle mehr. Bei Kindern müssen vergrößerte Adenoide oder genetische Veränderungen beachtet werden.

Die CRS ist häufiger mit anderen Erkrankungen oder Veränderungen verbunden wie

  • Allergie der oberen Atemwege
  • Bronchialasthma
  • Unverträglichkeit für Kopfschmerzmittel (ASS-Intoleranz, Aspirinunverträglichkeit, Analgetikaintoleranz)
  • Mikroanatomische Veränderungen im Inneren der Nase z. B. ausgeprägte Knickbildung der Nasenscheidewand oder Engstellen im Bereich von Stirnhöhlenzugängen, auch nach Voroperationen oder Unfällen, aus denen sich chronische Vereiterungen einzelner Nasennebenhöhlen bilden
  • Einseitige Kieferhöhlenentzündungen, die auch auf Zahnerkrankungen beruhen können
  • Bestimmte angeborene Erkrankungen wie Mukoviszidose (zystische Fibrose) oder primäre Zilienfunktionsstörungen führen zu einer chronischen Rhinosinusitis, die typischerweise bereits in der Kindheit beginnt.
  • Pilzerkrankungen, die in speziellen Fällen für Nebenhöhlenerkrankungen verantwortlich zu machen sind
  • Immunschwäche (HIV – AIDS, Antikörpermangel)
  • Mangelzuständen an essentiellen Mineralstoffen oder Vitaminen (Eisen, Vitamin D).

Die Therapie erfolgt zunächst und häufig dauerhaft medikamentös. Die Basistherapie besteht in der Gabe topischer nasaler Steroide und in Nasenspülungen, ggf. werden zusätzlich Antibiotika, systemische Steroide oder andere Medikamente eingesetzt.
Bei nicht ausreichend erfolgreicher medikamentöser Therapie wird häufig eine Operation der Nasennebenhöhlen durchgeführt.

Eine chronische Rhinitis liegt vor, wenn (meist) eine behinderte Nasenatmung und vermehrte Nasensekretion über mehr als 12 Wochen anhalten.
Eine häufige Ursache ist eine Allergie auf Inhalationsallergene (Baumpollen, Gräser – Roggen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare). Auch Medikamente können eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut mit Anschwellung auslösen, vor allem abschwellende Nasentropfen oder andere Medikamente, wie manche Tabletten gegen Bluthochdruck oder Psychopharmaka, auch Umweltschadstoffe werden verantwortlich gemacht.