i-SiNUS Internatonal Sinus Institute

Operationen an den Nasennebenhöhlen im Allgemeinen

In der Zusammenschau von Krankengeschichte mit aktuellen Beschwerden, sorgfältiger endoskopischer Untersuchung und bildgebender Darstellung der Nasennebenhöhlen (z. B. DVT, CT, MRT) und ggf. Funktionsprüfungen wird die Indikation zur Operation der Nasennebenhöhlen (= NNH-OP) gestellt.

Abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung besteht das Ziel der NNH-OP

  • in der Beseitigung von Infekt-Herden oder anderen krankhaften Veränderungen
  • in der (Wieder)Herstellung einer gestörten Drainage und Belüftung der Nasennebenhöhlen
  • in der Schaffung weiter Öffnungen für eine fortgesetzte lokale medikamentöse Therapie nach der Operation.
  • Gesunde Schleimhaut soll möglichst vollständig erhalten bleiben. Dies beschleunigt die Wundheilung in der Nase und die Regeneration des gesamten Körpers.
  • Der optimale Einsatz der heute verfügbaren apparativen Hilfsmittel (HD-Videoendoskopie, Winkeloptiken, Spezialinstrumente, Navigation, Shaversysteme, Ballontechnik) hilft, den Eingriff minimal invasiv durchzuführen.

Die NNH-OP ist in der Hand des erfahrenen und verantwortungsbewussten Operateurs eine sichere Operation. Sie wird Ihnen nach Untersuchung und Beratung unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko vorgeschlagen. Wenngleich die Erfolgsaussichten üblicherweise hoch sind, kann ein dauerhafter Operationserfolg selbstverständlich nicht garantiert werden. Häufig ist eine begleitende medikamentöse Therapie zumindest zeitweilig notwendig. Indikationen zur NNH-OP sind meist akute und chronische Entzündungen, Tumoren oder Verletzungsfolgen.

Eine Operation der Nasennebenhöhlen ist bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung z.B. in folgenden Fällen sinnvoll oder notwendig

  • die Beschwerden des Patienten haben sich nach einem ausreichenden medikamentösen Behandlungsversuch nicht richtig gebessert
  • es droht eine Komplikation der Entzündung oder eine ernste Erkrankung scheint sich unter dem Bild einer Polypenbildung zu verstecken
  • eine Gabe von Medikamenten ist nicht erwünscht, nicht ausreichend erfolgversprechend oder sie wird nicht vertragen.

Ein operatives Vorgehen kann bei akuter Rhinosinusitis selten z.B. in folgenden Fällen sinnvoll oder notwendig sein:

  • es liegt eine wiederholte akute Rhinosinusitis vor, die vermutlich auf einem Defizit der regulären Ventilation und Drainage beruht die akute Entzündung ist außergewöhnlich schwer (hohe Schmerzintensität, ungenügendes Anschlagen einer intensiven Antibiotikatherapie)
  • eine entzündliche Komplikation droht oder ist eingetreten.

Tumore

Informationen zu gut- und bösartigen Tumoren finden Sie auf den folgenden Seiten:

Verletzungsfolgen

Verletzungen der Hirnhaut führen zu einem Abfließen von Hirnwasser in die Nase. Sie bergen das Risiko einer aufsteigenden Hirnhautentzündung in sich. Deshalb müssen sie operativ verschlossen werden. Als Ursache kommen Unfälle, Operationen an den Nasennebenhöhlen, die Entfernung von Hirnhautanteilen während einer Tumoroperation oder spontane Defekte in Frage. In vielen Fällen ist ein operativer Verschluss durch die Nase möglich. Die Erfolgsraten sind hoch. Der Eingriff durch die Nase, die sogenannte Duraplastik, belastet den Patienten weniger als ein operatives Vorgehen über einen neurochirurgischen Zugang mit  Eröffnung des Gehirnschädels von oben.

Vernarbungen im Drainagebereich der Nasennebenhöhlen führen zu einem Rückstau des normalerweise von der Schleimhaut ständig produzierten Sekretes. Nach einiger Zeit kommt es meist zu einem Druckgefühl in der betroffenen Nasennebenhöhle, bei akuter Entzündung zu stärkeren Schmerzen. Auf lange Sicht gesehen führt der zunehmende Druck  des sich anstauenden Sekretes zur Aufweitung der Nasennebenhöhle, die in einigen Fällen äußerlich sichtbar werden kann, wir nennen dies eine Mukozele. Mukozelen bedürfen einer Operation, indem der verschlossene Drainageweg eröffnet wird. Dieser Eingriff kann allermeist endoskopisch durch die Nase erfolgen.

Welches operative Verfahren gewählt wird, kann nur anhand einer individuellen Beratung festgelegt werden.

Auf der linken Bildseite sieht man die Situation vor der Operation mit gelb gezeichneten Polypen und den normalen Siebbeinzellen. Auf der rechten Bildseite sind am Ende der Operation alle Siebbeinzellen entfernt und der Drainage zur Stirnhöhle (und Kieferhöhle) ist ganz frei – Stirnhöhlendrainage Draf IIa.

Auf der linken Bildseite sieht man die Situation vor der Operation mit gelb gezeichneten Polypen und den normalen Siebbeinzellen. Auf der rechten Bildseite sind am Ende der Operation alle Siebbeinzellen entfernt und der Drainage zur Stirnhöhle (und Kieferhöhle) ist ganz frei – Stirnhöhlendrainage Draf IIa.